Nordbahnhof Erinnern - 8E

Kunstvermittlung, Geschichtsvermittlung, Stadtentwicklung



Das Kunstvermittlungsprojekt „Nordbahnhof Erinnern“ aktiviert das geschichtsvermittelnde Potenzial von kunstvermittelnd-künstlerischer Arbeit. Das Nordbahnhof Areal in Wien ist derzeit eines der größten innerstädtischen Stadtentwicklungsgebiete von Wien. Der Nordbahnhof war der wesentliche Wiener Ankunftsbahnhof für Jüdinnen und Juden aus Galizien nach dem Ersten Weltkrieg und war wichtiger Umschlagplatz für Kohle. Der Nordbahnhof war aber auch Teil der Deportationsmaschinerie des NS-Terrorregimes ab dem Jahr 1943.



In diesem Zusammenhang ist das Vermittlungsprojekt „Nordbahnhof Erinnern-Kunstvermittlung, Geschichtsvermittlung, Stadtentwicklung” als Zusammenarbeit der Schulklasse 8E und ihrer Professorin Mag. Julia Riederer, der Kunstvermittlerin und Künstlerin Claudia Lomoschitz, den Historikern Georg Traska und Wolfgang Gasser, sowie den zwei Kuratorinnen Elke Krasny und Jade Niklai entwickelt worden. Das Vermittlungsprojekt erarbeitet eine künstlerische Annäherung an Geschichtsvermittlung in einem urbanen Transformationsprozess und beruht auf der Differenz zwischen dem, was im Gelände gesehen werden kann, und dem was nicht mehr zu sehen ist und daher nicht erinnert wird, bzw. erinnert werden kann. Begehungen und Stadtspaziergänge dienten als Format Künstlerischer Forschung, welche durch zwei Historiker begleitet wurden. Darauf aufbauend entwickelten die Schüler*innen in Kleingruppen Werke, basierend auf der Fragestellung was notwendig ist, damit Geschichte nicht in Vergessenheit gerät.



Die Ausstellung der entstandenen Werke wurde im Eingangsbereich der Schule aufgebaut und war über mehrere Monate zu sehen. Bei der Ausstellungseröffnung zeigten die Schüler*innen eine kurze Performance unter Miteinbeziehung der Steine der Erinnerung vor dem Schulgebäude.



Der zweite Teil der Reihe „Nordbahnhof Erinnern“ fokussierte auf aktuelle Entwicklungen des Nordbahnhofgeländes als Stadtentwicklungsgebiet und dessen Transformationsprozesses. Architektonische Entwicklungen, städtebauliche Zukunftsvisionen und der Umgang mit historisch gewachsenen Strukturen rücken ins Blickfeld der Auseinandersetzung und wurden von der lokal aktiven Künstlerin Zsuzsi Flohr begleitet. Unter Bezugnahme von Methoden des Mappings erarbeiteten die Schüler*innen der 8E Drucke, welche sich zwischen dem, was derzeit am Gelände gesehen werden kann, und dem noch nicht, oder nicht mehr Sichtbaren bewegen.




Mag.a Julia Riederer

Brigittenauer Gymnasium

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